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Montag, 29. Februar 2016 08:02

TSV Griedel – HSG Dilltal 29:24 (16:8)

Dilltaler Männer verschlafen erste Halbzeit

Nach dem man mit dem Sieg über die HSG Pohlheim II in der Vorwoche jüngst den zweiten Tabellenplatz ergattern konnte, stand für die Bezirksoberliga-Männermannschaft der HSG Dilltal am vergangenen Samstag ein echtes Spitzenspiel an. Erwartet wurde die Mannschaft beim starken TSV Griedel.

 

Der letztjährige Landesliga-Absteiger stand bis zum Spielbeginn lediglich zwei Punkte hinter der HSG Dilltal und gilt als einer der heißesten Kandidaten auf den Aufstieg.

Neben Paul Heer fehlen der HSG auch Sascha Friederichs und Dirk Pöchmann

Zwar konnte die Truppe des Trainergespanns Peter Küster/Markus Groß das Hinspiel im vergangenen Oktober noch deutlich mit 34:27 für sich entscheiden, jedoch schickte die Personalsituation nicht die besten Vorzeichen voraus. Wie schon im Spitzenspiel bei der HSG Lumdatal vor zwei Wochen war die Personaldecke äußerst dünn: Neben dem verletzten Paul Heer, fehlte auch Dilltaler Top-Scorer Sascha Friederichs verletzungsbedingt, Kreisläufer Alexander Müller studienbedingt und auch der Ausfall von Kapitän Dirk Pöchmann wog schwer. Ergänzt wurde der Kader durch den A-jugendlichen Leon Kollig, der sein Debut in der Bezirksoberliga-Mannschaft gab. Motiviert, die Überraschung aus dem Hinspiel zu wiederholen gingen die Dilltaler in die Partie.

Nach 4:3 HSG Führung dreht Griedel die Partie zum eigenen 7:4

Die Anfangsphase gestaltete sich dann auch nicht schlecht. In der Abwehr zeigte man zunächst eine gute Leistung, verdichtete an den nötigen Stellen und stand stabil, sodass man in den ersten sechseinhalb Minuten kein Griedler Tor zuließ und mit 0:2 in Führung ging. Anschließend erstarkten die Hausharren aber dann und die HSG Dilltal lag beim Stand von 3:4 das letzte Mal in Front. Eine Vier-Tore-Serie des TSV drehte den Spielstand zum 7:4 und das Dilltaler Spiel brach allmählich auseinander. In der Abwehr wirkte man zusehends überfordert mit dem schnellen, druckvollen Angriffsspiel der Gastgeber um ihren starken Allrounder und zehnfachen Torschützen Constantin Jantos der im Spielverlauf auf mehreren Positionen auftauchte.

Im Dilltaler Angriff wirkte besonders der Ausfall von Sascha Friederichs schwer. Oft agierten die Gäste zu passiv und mit zu wenig Druck auf die gegnerische Abwehr, sodass es sichtlich schwer viel eine Lücke in der Abwehrreihe des TSV zu finden. Folge dessen lief man beim Stand von 11:6 bereits einem Fünf-Tore-Rückstand hinterher. Den Dilltalern gelang es zwar anschließend noch einmal auf 11:8 zu verkürzen, doch eine fast acht-minütige Durststrecke ließ die Griedler bis zum Pausenpfiff auf 16:8 davonziehen.

HSG gestaltet die Halbzeit Zwei offener

Keine leichte Situation also für die Gäste, mit dem Start des zweiten Durchgangs einen solch deutlichen Rückstand hinterherzulaufen. Da dann auch noch die Anfangsphase missglückte erhöhte der TSV dann schließlich schon fast vorentscheidend auf 19:10. Langsam aber sicher kämpfte sich die HSG Dilltal wieder an der Kontrahenten ran, sodass die Mannschaften über die Stationen 19:11 und 20:13, beim Stand von 21:16 plötzlich nur noch fünf Tore trennten. Der TSV Griedel hielt allerdings couragiert dagegen, spielte sein Spiel munter weiter und zog beim 24:16 bereits wieder auf acht Tore davon.

Doch auch die Dilltaler steckten nicht auf, kämpften sich einmal mehr zurück in die Partie und ein 7-Meter-Treffer von Nils Malo fünf Minuten vor Schluss bescherte das 26:22. Die Möglichkeit das Spiel noch zu drehen war trotz der geringen Zeit auf der Uhr sicherlich da gewesen, agierte man auf Dilltaler Seite, aufgrund von zwei Zeitstrafen gegen den TSV, sogar in doppelter Überzahl. Doch gerade als die entscheidende Phase anbricht versagen in der Dilltaler Deckung die Nerven, sodass sich der Griedler Jonas Hafer zwei Angriffe in Folge in doppelter Überzahl durchsetzt und mit dem 28:22 die Entscheidung herbeiführt. Die Dilltaler kämpften bis zur letzten Minute weiter, um den direkten Vergleich möglichst noch zu den eigenen Gunsten zu entscheiden, ist dieser doch, in der dieses Jahr extrem hart umkämpften Spitze der Bezirksoberliga, ein nicht zu unterschätzender Faktor. Das sollte dann beim Endstand von 29:24 auch gelingen.

Direkter Vergleich geht an die HSG Dilltal

Nachdem man die erste Hälfte des Spiels auf Dilltaler Seite komplett verschlief, stellt sich das 29:24-Endergebnis, mit dem man den direkten Vergleich gegen den TSV Griedel gewinnt, als ein versöhnlicher Abschluss heraus, nicht zuletzt weil in der zweiten Halbzeit eine deutliche Leistungssteigerung zu erkennen war. Der TSV Griedel gewinnt die Punkte mehr als verdient und zieht somit an der HSG Dilltal vorbei, die nun mit 22:14 Punkten auf dem dritten Tabellenrang verweilt. Für die Dilltaler gilt es nun in der nächsten Woche wieder zu punkten, um ein weiteres Abrutschen in der Tabelle zu verhindern.

Am kommenden Samstag, um 19:00 Uhr, sind dann die TSF Heuchelheim zu Gast in der Sporthalle Werdorf.

Für die HSG Dilltal spielten: André Albach, Sven Müller (beide Tor); Philipp Schmidt, Patrick Müller (4), Leon Kollig, Jan Philipp Schmitz (5), Nils Malo (7/5), Luca Fitzner, Sebastian Ulm (3), Tobias Mehl, Jakob Baumann, Michael Djalek (2), Julian Albrecht, Christoph Ulm (3).


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